Que du passé? - Quo vadis, Europe?

Alles nur Vergangenheit? - Erinnerungskulturen im europäischen Dialog, Quo vadis, Europa?

Période: 2018 / 2019

John-Lennon-Gymnasium · Berlin · Berlin
15 élèves · 15 - 17 ans
Lycée Stanislas · Wissembourg · Strasbourg
15 élèves · 16 - 18 ans

  • Relations franco-allemandes
  • Europe
  • Histoire / traditions
  • Dialogue interculturel

Die französischen und deutschen Jugendlichen werden aufgefordert, in Straßburg und im Elsass Spuren ihrer komplexen, oft schwierigen gemeinsamen Vergangenheit nachzugehen, um die Grundideen der europäischen Einigung und aktuelle Erinnerungskulturen nachvollziehen zu können. Sie können das heutige Europa entdecken: das Europa der Institutionen, aber auch das im Alltag gelebte Europa in der grenzüberschreitenden Agglomeration Strasbourg-Kehl. Schließlich werden sie aufgefordert, über die Zukunft des europäischen Einigungsprozesses nachzudenken und sich über ihre Träume und Wünsche auszutauschen.
Straßburg, Ort europäischer Institutionen, historische Hauptstadt einer seit Jahrhunderten bikulturellen Region, Grenzort im Herzen Europas ist der emblematisch ideale Ort für diese Drittortbegegnung. Ein Tagesausflug zur KZ-Gedenkstätte Struthof und zum Mémorial d'Alsace-Moselle sollen die Entdeckung der thematisch relevanten Viertel der Stadt ergänzen.

Thematisch:
- Verbindung der historischen Dimension (Erinnerungkultur) mit der Sensibilisierung für das Projekt eines vereinten Europas
- Eurométropole Straßburg als Motor des Eurodistrikts "Strasbourg-Ortenau" - Beispiele gelebten Europas im Alltag (Stadtentwicklung, Symbolik, Verkehrskonzepte …)

Methodisch:
- Gedankenaustausch mit SchülerInnen der Europäischen Schule Straßburg in Form von "Speed-Datings"
- Gestaltung von Padlets, die kontinuierlich, begleitend zur Begegnung alimentiert, vervollständigt bearbeitet werden (Art digitales Reisetagebuch)
- Hoher Anteil an Eigenaktivitäten der SchülerInnen zur Förderung des Begegnungsaspekts und des deutsch-französischen Gedankenaustauschs.

Activités


Préparation

Vorbereitung der SuS in Berlin und Wissembourg zur Mitgestaltung des Projekts
-Erinnerungskulturen aus persönlicher Perspektive
Reflexion über Diktatur und Menschenrechtsverletzung im Konzentrationslager (hier: Struthof),enge Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team der Gedenkstätte (Vorbereitung im Geschichtsunterricht und Franzözischunterricht (Les deux côtés du Rhin)

Recherche auf persönlicher / familärer Ebene (mon grand-père / ton grand-père)
Erstellung eines interaktiven deutsch-französischen Padlets, in dem familäre Bezüge verknüpft werden
Anbahnung eines intensiven interkulturellen Austauschs zu gemeinsamen und unterschiedlichen Erinnerungskulturen, insbesondere zu nationalen und europäischen Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg

Die SuS haben sich mit einem Motivationsschreiben für das Projekt beworben
Sie recherchieren ihre eigene Geschichte und verknüpfen diese mit derer der französischen Freund*innen
Durch Speeddating mit SuS aus Straßourg haben sie sich selbstständig nach ihren Interessengebieten auf den Besuch der Stadt / Region und auf die Sonderrolle des Elsaß in Frankreich vorbereitet.
-Denkprozesse zur Rolle von Strasbourg als Kulturstandort im Herzen Europas anregen
-Ideenentwicklung zur europäischen Idee in Verbindung mit der Gründung und dem 25-jährigen Jubiläum des trilateralen außenpolitischen Gesprächsforums ‚Weimarer Dreieck‘

Rencontre

Stadralleys (historisch, verschiedene Epochen bis zur Gegenwart, Europa-Viertel); Besichtigungen, z.T. mit angeschlossenen Ateliers (Kz-Gedenkstätte Struthof, Mémorial d'Alasace-Moselle, EU-Parlament oder Europarat); "Speeddating" mit Schülern der Europäischen Schule Straßburg, Organisation eines deutsch-französischen Picknicks, Diskussions- und Arbeitsphasen in Kleingruppen, sportliche Aktivitäten im "Jardin des deux Rives", linguistische Animation (deutsch-französische Kennenlernspiele)

Gemischtnationale Gruppen bei verschiedenen Aktivitäten, wie historischer Stadtralley (arbeitsteilig), Parcours durch das Europa-Viertel (mit speziellen Beobachtungsaufgaben und Fotoralley), Diskussions- und Arbeitsgruppen (Erstellung eines Triptychons - "Unser Europa gestern - heute - morgen"), Speed-Dating an der Europäischen Schule Straßburg, Organisation eines deutsch-französischen Picknicks; gemeinsame Ergebnispräsentationen

Vorbereitung: Vorbereitung von Präsentationen zum Thema "nationale Erinnerungskultur" (deutsche Gruppe, französische Gruppe)
gemeinsame Lektüre themenbezogener Texte (insbesondere: Auszüge aus Robert Menasse, "Die Hauptstadt")
Durchführung: s.o.
Förderung der sprachlichen Kompetenzen der Teilnehmer*innen der beiden Länder; Französisch und Deutsch dienen als Projektsprachen
Förderung der interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmer*innen im Rahmen von interdisziplinären Gruppenarbeiten und vielfältigen Austauschformaten während des Aufenthalts

Evaluation

Auswertung in Form von Fragebögen und 'Zielscheibe'
Redigieren von Beiträgen für die Internetseite (Blog //)
Gestaltung der Internetseite

 

Austausch per Mail, Padlet - ggf. Skype Konferenz
http://www.jlgym-berlin.de/jlg/krakau2018

 

Die Erfahrung der letzten beiden Durchgänge hat gezeigt, dass die Sensibilisierung für ein gemeinsames Europa die Leistungskursurswahl der SuS (in Berlin für die gymnasiale Oberstufe) positiv beeinflusst.
Das Projekt soll langfristig Bereitschaft zu beruflicher Mobilität wecken, um vielfältige Chancen bei der Berufswahl und auf dem europäischen Arbeitsmarkt nutzbar zu machen.

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